Vorstellung: Kookoo Kouvola
Unsere CHL-Gegner: KooKoo Kouvola
Die Eisbären Berlin schlossen die Hauptrunde der Champions Hockey League auf dem 5. Platz der CHL-Gesamttabelle ab und haben sich somit souverän für das CHL-Achtelfinale qualifiziert. Nach Duellen mit Teams aus Österreich, Dänemark und der Schweiz treffen die Eisbären nun in der K.o.-Phase auf KooKoo Kouvola aus Finnland. Wir werfen einen genaueren Blick auf unseren nächsten Gegner.
Mit etwa 80.000 Einwohner*innen ist Kouvola die elfgrößte Stadt Finnlands. Sie liegt im Südosten Landes und gilt als wichtiges Verkehrs- und Logistikzentrum. Kouvola liegt rund 130 Kilometer nordöstlich von Helsinki und circa 60 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Historisch entwickelte sie sich vor allem durch den Eisenbahnknotenpunkt, der bis heute eine zentrale Rolle für die Region spielt.
KooKoo wurde 1965 von den lokalen Sportvereinen Kouvolan Pallonlyöjät (KPL) und Sudet gegründet und trägt bis heute den traditionsreichen Namen KooKoo, der sich aus dem ursprünglichen Vereinsnamen Kouvolan Kiekko-65 ableitet. Seine Heimspiele trägt KooKoo in der modernen Lumon Areena aus, die 5.250 Zuschauern Platz bietet. Die Vereinsfarben Schwarz, Orange und Weiß prägen das Erscheinungsbild des Klubs.
- 2025/26 erfolgreichste Spielzeit
In den vergangenen Jahren hat sich KooKoo von einem Außenseiter zu einer festen Größe im finnischen Eishockey entwickelt. Der Club schaffte 1972 erstmals den Aufstieg in die Mestis, Finnlands zweithöchster Spielklasse. Dort spielte er dann auch hauptsächlich in den folgenden 40 Jahren, lediglich von einem dreijährigen Ausflug in die erste und einem zweijährigen Stopp in der dritten Liga unterbrochen. Zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2015 stieg KooKoo trotz der verlorenen Mestis-Finalserie dann in die Liiga, Finnland Eishockey-Eliteliga, auf und gehört dieser seitdem auch durchgehend an. Der größte Erfolg der Clubgeschichte gelang in der letzten Saison 2025/26, als die Mannschaft erstmals das Finale der Liiga erreichte. Nachdem man in der Finalserie Tappara Tampere denkbar knapp in sieben Partien unterlag, konnte zumindest der Gewinn der finnischen Vizemeisterschaft gefeiert werden. Zudem qualifizierte sich KooKoo damit erstmals für die Champions Hockey League.
- Team ohne Superstars
KooKoos Mannschaft sondern lebt von ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit, wirkliche Superstars nicht auszumachen. Obwohl es in der finnischen Liiga keine Beschränkung für ausländische Spieler begibt, besteht Kouvolas Team hauptsächlich aus finnischen Akteuren. Die bekanntesten Gesichter im KooKoo-Kader sind Kapitän Miska Siikonen, Topscorer Ville Meskanen, Torjäger Veeti Miettinen sowie der ehemalige NHL-Draftpick Marcus Davidsson. Sie bilden das offensive Gerüst des finnischen Vizemeisters.
Mannschaftskapitän Siikonen gilt als Herzstück des Teams. Er gehörte zu den produktivsten Spielern der vergangenen Saison und übernimmt auch abseits des Eises eine Führungsrolle. Der erfahrene Angreifer Meskanen war zuletzt der punktbeste Spieler von KooKoo. In der Liiga-Hauptrunde 2025/26 sammelte er 49 Punkte (23 Tore, 26 Assists) und war damit der Topscorer der Mannschaft. Miettinen ist einer der gefährlichsten Torjäger im Kader. Mit insgesamt 35 Treffer war er Kookoos erfolgreichster Torschütze der Vorsaison.
Wenn man ganz genau hinschaut, ist auch eine ganz kleine Verbindung zwischen KooKoo und den Eisbären Berlin vorhanden. Alexander Ruutuu, der zum Ende der letzten Saison den Adler Mannheim anschloss, wechselte jüngst kurz vor der Deutschland-Cup-Pause zu den Finnen. Christian Ruutuu, Alexanders Vater, ist Europa-Chefscout der LA Kings, die ja bekanntlich wie die Eisbären zur Anschutz Entertainment Group gehören und eng mit den Berlinern zusammenarbeiten.
- Sightseeing Tipps
Für Fans, die unsere Eisbären in Finnland live vor Ort unterstützen, bietet Kouvola diese Sehenswürdigkeiten.
Repovesi-Nationalpark: Eines der beliebtesten Wandergebiete in Südfinnland mit Hängebrücken, klaren Seen und markierten Pfaden.
Verla (UNESCO-Weltkulturerbe): Eine historische Holzschliff- und Kartonfabrik, die einen faszinierenden Einblick in die finnische Industriegeschichte des 19. Jahrhunderts bietet.
Manskis Fußgängerzone: Das lebendige Zentrum von Kouvola mit Cafés, Geschäften und Veranstaltungen