Unsere CHL-Gegner: Klagenfurter AC
Zum Abschluss der Hauptrunde der Champions Hockey League treffen die Eisbären Berlin erneut auf ein Team aus Österreich. Am sechsten Spieltag der regulären CHL-Saison gastiert der EC KAC aus Klagenfurt im Wellblechpalast.
Klagenfurt liegt am wunderschönen Wörthersee und ist die Landeshauptstadt Kärntens. Mit knapp 106.000 Einwohner*innen ist es die größte Stadt des südlichsten Bundeslandes der Alpenrepublik. Kärnten gilt als Hochburg des österreichischen Eishockeys. Zahlreiche Nationalspieler stammen aus dem Bundesland, viele davon durchliefen die Nachwuchsabteilungen des KAC.
Gegründet 1909 ist der Klagenfurter Athletik Klub, kurz KAC, tief in der Region verwurzelt und gehört zu den bedeutendsten Eishockeyclubs Österreichs. Während zunächst verschiedene Sportarten betrieben wurden, entwickelte sich Eishockey zur Aushängeschild-Abteilung. Mit 32 gewonnenen Meisterschaften sind die Rotjacken österreichischer Rekordmeister. Vor allem in den 6oer, 70er und 80er-Jahren fanden zahlreiche neue Trophäen ihren Platz in der Klagenfurter Vitrine. Eine der prägendsten Geschichten der Organisation ist die Rivalität mit dem Villacher SV. Das Kärntner Derby zählt zu den emotionalsten Begegnungen der ICE Hockey League.
Seine Heimspiele trägt der KAC in der modernen Heidi Horten Arena aus, die 4.409 Fans Platz bietet. Die umgebaute Spielstätte ersetzte die in die Jahre gekommene Stadthalle, in der der KAC seit 1959 seine Heimspiele austrug. Die Verbindung zwischen Heidi Goëss-Horten und dem KAC geht weit über die Namensgebung der heutigen Heimspielstätte hinaus. Die vor vier Jahren verstorbene Unternehmerin war riesiger KAC-Fan und über viele Jahre eine wichtige Förderin und Mäzenin des Klagenfurter Traditionsteams. Sie unterstützte die Kärntner finanziell über Jahrzehnte und engagierte sich später sogar als Präsidentin.
„Österreichs Jahrhundertspieler“ kommt natürlich auch aus Klagenfurt. Der kürzlich verstorbene Josef „Sepp“ Puschnig, dessen Rückennummer 7 beim KAC nicht mehr vergeben wird, ist neben Thomas Vanek der einzige österreichische Spieler, der in die IIHF Hall of Fame aufgenommen wurde.
- Playoff-Dauergast
Der letzte Klagenfurter Titelgewinn liegt bereits fünf Jahre zurück. Trotzdem zählt der KAC seit Jahren zu den konstantesten Spitzenteams im österreichischen Eishockey. Österreichs Rekordmeister qualifizierte sich in den vergangenen Spielzeiten regelmäßig für die Playoffs. Sowohl 2023/24 als auch 2024/25 gewannen die Rotjacken die Hauptrunde der ICE Hockey League und zogen jeweils bis ins Finale ein. Beide Male zog man aber gegen den EC Red Bull Salzburg den Kürzeren.
Seit Einführung des Playoff-Systems qualifizierten sich die Rotjacken insgesamt stolze sechzig Mal für das Halbfinale. In 48 dieser Fälle zogen die Kärntner dann auch ins Finale ein, aus denen bekanntlich 32 Meisterschaften resultieren.
- Erfahrener Kader
Im Rotjacken-Kader befinden sich zahlreiche national und international dekorierte Akteure. Zu den erfahrenen Spielern gehören beispielsweise Kapitän Thomas Hundertpfund, Raphael Herburger, Thimo Nickl, Jesper Jensen Aabo, oder auch die beiden DEL-erfahrenen Matt Fraser und Travis St. Denis. es Zudem kommt es zum Wiedersehen mit zwei ehemaligen Berliner Profis. Zum einen hütet Sebastian Dahm das KAC-Tor. Der dänische Schlussmann trug in der Saison 2019/20 das Eisbären-Trikot und wechselte im Anschluss zum KAC. Darüber hinaus läuft Nick Petersen für Österreichs Rekordmeister auf. Der inzwischen 37-jährige Kanadier läuft seit 2018 für die Klagenfurter auf und ist mittlerweile der erfolgreichste Import-Punktesammler der KAC-Geschichte. Neben all diesen arrivierten Profis haben die Österreicher auch mehrere interessante Nachwuchsspieler in ihr Aufgebot integriert, wie zum Beispiel Linus Schrott, David Waschnig oder auch die van Ee-Brüder Luc und Finn.