Unsere CHL-Gegner: Graz99ers
Am dritten Spieltag der CHL-Hauptrunde bestreiten die Eisbären Berlin ihr erstes Heimspiel der laufenden Hauptrunde der Champions Hockey League. Nach den beiden Auswärtsspielen in Genf und Davos treffen die Eisbären im Wellblechpalast nun auf die Graz99ers aus Österreich.
Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark und mit 306.971 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Österreichs. Die Stadt ist in erster Linie für seine historische Altstadt, die als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist, sowie als österreichische „Genusshauptstadt“ und „UNESCO City of Design“ bekannt.
Der Name lässt es bereits erahnen. Nachdem sich der Vorgängerclub EHC Graz aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb zurückzog, wurde die Organisation im Jahr 1999 neu gegründet. Nach dem Meisterschaftsgewinn 2000 in der zweitklassigen Nationalliga, nehmen die 99ers seit der Saison 2000/2001 an der multinationalen ICE Hockey League teil.
Die Steirer tragen ihre Heimspiele im Merkur Eisstadion aus. Der „Grazer Bunker“ bietet 4.126 Fans Platz. Die Schnitzelsemmel im Restaurant des Eisstadions gilt bei den Fans der 99ers seit Jahren als absoluter Klassiker bei Hockeyspielen und genießt nicht nur bei den Heimfans Kultstatus.
Premierentitel 2026
Die Steirer haben sich als fester Bestandteil des österreichischen Top-Eishockeys etabliert. Seit Zugehörigkeit zur höchsten österreichischen Spielklasse im Jahr 2000 qualifizierten sich die 99ers zwölfmal für die Playoffs. Die Steirer stießen mehrfach ins Viertel- und zweimal ins Halbfinale der heimischen Liga vor.
In der letzten Saison 2025/26 feierten die Grazer dann den größten Erfolg ihrer Geschichte. Nach dem Gewinn der Hauptrunde sicherten sie sich erstmals den Meistertitel der ICE Hockey League und als bestplatziertes österreichisches Team ebenfalls die nationale Meisterschaft. Auf dem Weg zum Titel blieben die Steirer in sämtlichen zwölf Playoff-Partien ungeschlagen und schafften somit den Playoff-Sweep.
Die diesjährige CHL-Teilnahme ist die zweite des steirischen Eishockeyclubs. In der Saison 2019/20 schied man allerdings bereits nach der Gruppenphase aus dem Wettbewerb aus.
Erfahrener Kader
Schmerzliche Abgänge der Grazer dürften die beiden letztjährigen teaminternen Topscorer Lukas Haudum (52 Scorerpunkte) und Nick Bailen (50 Scorerpunkte) sein. Haudum machte im Sommer von einer vertraglichen Ausstiegsklausel Gebrauch und stürmt ab sofort für TPS Turku in Finnland unter dem ehemaligen Bundetrainer Toni Söderholm. Bailen, DEL-Verteidiger des Jahres 2023, schnürt ab dieser Saison für die Vienna Capitals die Schlittschuhe.
Head Coach Dan Lacroix, der in der Saison 2018/19 auch die Kölner Haie als Cheftrainer anführte, kann aber dennoch auf zahlreiche erfahrene Akteure in seinem Kader zurückgreifen. Marcus Vela fungiert ab dieser Spielzeit als neuer Kapitän der 99ers. Mit Manuel Ganahl und Paul Stapelfeldt assistieren ihm zwei Österreicher. Ganahl, langjähriger Teamspieler Österreichs, ist aufgrund seiner Erfahrung eine wichtige Führungspersönlichkeit innerhalb des Teams. Stapelfeldt wechselte vor einem Jahr aus Salzburg in die Steiermark und etablierte sich direkt als feste Stütze in der Grazer Defensive. Tim Harnisch und Paul Huber sind weitere Nationalspieler der Alpenrepublik, die die 99ers bei der letztjährigen WM vertraten. Weitere erfahrene Kräfte im Trikot der Steirer sind Josh Currie, Kevin Roy und Chris Collins. Letztgenannter war mit 21 Saisontreffern erfolgreichster Torschütze 2025/26. Im Tor vertrauen die Grazer weiterhin Maxime Lagacé. Der ehemalige NHL-Schlussmann brillierte in den Playoffs auf dem Weg zur Meisterschaft mit einer Fangquote von 95,7 %.
Du möchtest die Graz99ers live im Wellblechpalast erleben? HIER gibt es Tickets für das Deutsch-Österreichische-Meisterduell.