Back to the 90s
Retrospieltage in Augsburg und in Berlin
Die Augsburger Panther und die Eisbären Berlin machen gemeinsame Sache. Je am 27. November im Curt-Frenzel-Stadion zu Augsburg und am 29. Dezember in der Berliner Uber Arena spielen die Gründungsmitglieder der DEL in besonderen Jerseys.
Die Brechtstädter greifen auf ihr ikonisches Trikotdesign aus der Spielzeit 1995/96 zurück, während die Berliner ihre Trikots im Stile von 1996/97 gestaltet haben. Die Saison 1996/97 stellte für die Eisbären eine sportliche Wende nach der politischen Wende (Anm. d. Red.: 9.11.1989) dar. Das sogenannte Bosman-Urteil bot die Möglichkeit, nun "EU-Ausländer" einzusetzen. Viele kanadische oder US-amerikanische Spieler konnten aufgrund ihrer europäischen Wurzeln als ebenjene EU-Ausländer in der DEL auflaufen. Bei den Eisbären spielte zum Beispiel zu dieser Zeit mit Chris Govedaris ein Greco-Kanadier, was soviel bedeutete, als das Govedaris griechische Wurzeln aufwies und somit mit griechischem Pass ausgestattet als EU-Ausländer am Spielbetrieb teilnehmen konnte.
Ab der oben benannten Saison ging es sportlich mit dem EHC Eisbären Berlin aufwärts, die Hohenschönhausener erklommen ungewohnte Sphären in der Tabelle, man schloss die Hauptrunde sowie die Meisterrunde auf Platz 4 ab. Dies bedeute gleichzeitig, dass man sich zum ersten Mal in der DEL-Geschichte für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren konnte. Im Viertelfinale der Playoffs 1997 kam es zum Derby gegen die Berlin Capitals. In der damaligen Best-of-Five Serie konnte der EHC drei Partien (4:3 n.V., 5:0, 1:4) für sich entscheiden, während die Caps vom Eichkamp nur eine Partie (4:3) siegreich bestreiten konnten. Im nachfolgenden Halbfinale unterlagen die Eisbären den Huskies aus Kassel deutlich mit 1:3, die später im Finale den Adlern aus Mannheim glatt mit 0:3 unterlagen.