Bissige Panther verlangen Eisbären alles ab
5:3-Sieg in Oberbayern
Die Eisbären Berlin können in der PENNY DEL einen weiteren Erfolg verzeichnen. Die Berliner setzten sich am Freitagabend mit 5:3 beim ERC Ingolstadt durch. Damit behaupten die Eisbären nach dem ersten Saisonviertel die Tabellenführung in der DEL. Die Partie bildete für den Hauptstadtclub den Abschluss der traditionellen Charity-Aktion „Pink in the Rink“, eine Initiative für mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Krankheit Krebs. Die Eisbären spielten zum letzten Mal in ihren pinken Sondertrikots sowie den extra für diese Aktion produzierten pinken Burgermeister-Helmen. Diese originalen Trikots der Spieler, in denen die Eisbären alle DEL-Spiele im Oktober bestritten, werden nun für den guten Zweck versteigert. Die originalen Sonderhelme wurden bereits verauktioniert.
Die Gäste waren im Startdrittel die bessere Mannschaft und erspielten sich eine Vielzahl guter Abschlussmöglichkeiten. So erzielte Leo Pföderl (12.) die Berliner Führung. In der Folge verpasste es der Hauptstadtclub, diesen Vorsprung weiter auszubauen. Dann kam Ingolstadt durch Emil Wasenden (20.) kurz vor der ersten Pause doch noch zum Ausgleich. Im mittleren Spielabschnitt blieb es eine schnelle und intensive Partie, in der es zu zahlreichen Chancen auf beiden Seiten kam. Zunächst brachten Manuel Wiederer (28.) und Jean-Luc Foudy (30.) die Eisbären erneut in Front und stellten auf 3:1 für die Berliner. Die Schanzer steckten jedoch nicht auf und konnten durch Abbot Girduckis (35.) sowie Riley Barber (39:/PP1) im Powerplay erneut egalisieren. Das Schlussdrittel war dann erst einmal von der defensiveren Spielweise beider Mannschaften geprägt. Zwingende Torchancen blieben zunächst Mangelware. Dann brachte Eric Hördler (49.) Berlin mit seinem ersten Saisontreffer erneut in Führung. In der Schlussphase warfen die Gastgeber dann noch einmal alles nach vorne. Der vermeintliche Ausgleichstreffer mit einem zusätzlichen Ingolstädter Feldspieler auf dem Eis wurde aber von den Schiedsrichtern nach dem Videobeweis wieder aberkannt. Wenige Sekunden vor Spielende traf Freddy Tiffels (60./EN) dann ins leere Ingolstädter Tor zum 5:3-Endstand.
Die Eisbären Berlin sind bereits am Sonntag, den 1. November wieder im Einsatz. Im letzten Spiel vor der anstehenden Länderspielpause kommt es zum DEL-Klassiker gegen die Adler Mannheim. Spielbeginn ist um 14:00 Uhr in der Uber Arena.
„Es war eine gute Partie beider Mannschaften. Im Startdrittel haben wir gut gespielt. Die erste Phase des mittleren Spielabschnitt hat mir besonders gut gefallen. Während der Vier-gegen-Vier-Situation haben wir dann das Momentum verloren und direkt im Anschluss einen Gegentreffer kassiert. Kurz darauf konnte Ingolstadt dann noch den wichtigen Powerplaytreffer zum erneuten Ausgleich erzielen. Im Schlussdrittel haben dann beide Teams gut gespielt und alles für den Sieg gegeben. Wir konnten dann den entscheidenden Treffer erzielen. Wir finden aktuell Wege, um Spiele zu gewinnen. Für mich persönlich war es ein besonderes und nervenaufreibendes Spiel. Ich hatte eine tolle Zeit in Ingolstadt und habe hier viele Freunde gefunden.“
Éric Dubois, Cheftrainer
„Es war ein sehr intensives und schnelles Spiel, in dem es hin und her ging. Wir haben gut dagegengehalten und wichtige Treffer erzielt. Es macht unglaublich viel Spaß zusammen mit Leo Pföderl und Manuel Wiederer in einer Reihe zu spielen.“
Eric Hördler, Siegtorschütze
Endergebnis
- ERC Ingolstadt – Eisbären Berlin 3:5 (1:1, 2:2, 0:2)
Aufstellungen
- ERC Ingolstadt: Stettmer (Williams) – Breton, Hüttl; Wasenden, Ellis; Ruopp, Appendino; Tropmann – Agostino, Abbandonato, Schmölz; Sheen, Powell, Barber; Keating, Pietta, Girduckis; Pul, Schindler, Vinzens – Trainer: Mark French
- Eisbären Berlin: LaFontaine (Neffin) – Müller, Wissmann (C); Davidson, Smith; Geibel, Mik – Fontaine, Kirk, Ronning; Tiffels (A), Eder, Foudy; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan; Hördler, Wiederer, Pföderl – Trainer: Éric Dubois
Tore
- 0:1 – 11:19 – Pföderl (Kirk, Fontaine) – EQ
- 1:1 – 19:30 – Wasenden (Schmölz, Agostino) – EQ
- 1:2 – 27:30 – Wiederer (Ronning, Geibel) – EQ
- 1:3 – 29:56 – Foudy (Tiffels, Smith) – EQ
- 2:3 – 34:34 – Girduckis (Sheen, Hüttl) – EQ
- 3:3 – 38:45 – Barber (Agostino, Powell) – PP1
- 3:4 – 48:55 – Hördler (Pföderl) – EQ
- 3:5 – 59:43 – Tiffels (Foudy) – EN
Strafen
- ERC Ingolstadt: 8 (2, 2, 4) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (2, 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
- Christopher Schadewaldt, Zsombor Pálkövi (Tobias Schwenk, Jiri Ondracek)