Eisbären unterliegen Genf
2:6-Niederlage zum CHL-Auftakt
Die Eisbären Berlin müssen sich im ersten Spiel der Hauptrunde der Champions Hockey League geschlagen geben. Die Berliner unterlagen am Freitagabend beim CHL-Champion 2024 Genève-Servette HC mit 2:6.
Die Eisbären starteten gut in die Partie und kamen in der Anfangsphase zu guten Abschlussmöglichkeiten. Im Gegenzug waren es aber dann die Gastgeber, die durch Vili Saarijärvi (3.) mit ihrer ersten Chance in Führung gingen. Genfs Markus Granlund (5.) konnte diesen Vorsprung wenig später sogar weiter ausbauen. Berlin fing sich aber wieder und die Partie gestaltete sich in der Folge wieder ausgeglichener. Kurz vor der ersten Drittelpause gelang Gabriel Fontaine (19./PP1) im Powerplay dann der Anschlusstreffer der Gäste. Nach einem ruhigeren Start in den mittleren Spielabschnitt, erhöhten beide Teams das Tempo wieder. Die Berliner waren dann das aktivere Team und Ty Ronning (31.) sorgte für den verdienten Ausgleich des deutschen Meisters. Im weiteren Spielverlauf ging es hin und her, wobei das Momentum auf Seiten der Gäste lag. Direkt nachdem Berlin eine Unterzahlsituation schadlos überstand, kam Servette durch Sakarai Manninen (40.) dann zwölf Sekunden vor Ende des Mitteldrittels doch noch zum dritten Treffer. Im Schlussabschnitt kam dann der GSHC zunächst besser ins Spiel, die Eisbären hielten jedoch weiterhin gut dagegen und konnten ebenfalls offensive Nadelstiche setzen. Granlund (49.) baute den Schweizer Vorsprung dann aber weiter aus und Genfs James Vesey (54./PP1) erzielte in Überzahl den fünften Schweizer Treffer der Partie. Die Eisbären warfen dann noch einmal alles nach vorne und nahmen ihren Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Noah Rod (58./EN) traf dann ins leere Berliner Tor zum 2:6-Endstand aus Sicht der Gäste.
Bereits am Sonntag, den 6. September sind die Eisbären Berlin wieder in Europas Eishockey-Königsklasse gefordert. Am zweiten Spieltag der CHL-Hauptrunde gastiert der Hauptstadtclub beim Schweizer Rekordmeister HC Davos. Spielbeginn ist um 15:45 Uhr.
„Wir hatten gestern und heute einige Probleme bei unserer Anreise. Daher bin ich stolz auf den Einsatz meiner Mannschaft. Wir hatten einen guten Start in die Partie, Genfs erstes Tor hat das Momentum dann auf ihre Seite wechseln lassen. Unser Mitteldrittel war dann sehr gut. Leider haben wir wenige Sekunden vor Drittelende doch noch einen Gegentreffer kassiert. Dadurch ist das Momentum erneut auf Servettes Seite gewechselt. Der Schlussabschnitt war dann sehr fordernd und wir hatten leider nicht mehr genug Energie. Ich bin aber stolz auf meine Spieler und den gezeigten Einsatz.“
Éric Dubois, Cheftrainer
„Genf hat von Beginn an sehr körperbetont und einfach gespielt. Wir hatten einige Probleme mit ihrem Forecheck. Wir haben vollen Einsatz gezeigt. Leider sind uns einige technische Fehler unterlaufen, wodurch das Ergebnis so deutlich wurde. Unabhängig vom Spielstand haben wir bis zuletzt alles gegeben und versucht, Spielzüge aufzuziehen. Darauf bin ich stolz. Aber natürlich werden wir die Partie detailliert analysieren.“
Gabriel Fontaine, Torschütze
Endergebnis
- Genève-Servette HC – Eisbären Berlin 6:2 (2:1, 1:1, 3:0)
Aufstellungen
- Genève-Servette HC: Charlin (Mayer) – Chanton, Saarijärvi (A); Le Coultre, Rutta; Henauer, Untersander; Lemyre, Karrer – Kneubühler, Manninen, Puljujärvi; Granlund (A), N. Müller, Vesey; Rod (C), Praplan, Miranda; Hischier, Verboon, Ignatavicius – Trainer: Sam Hallam
- Eisbären Berlin: LaFontaine (Neffin) – J. Müller (A), Wissmann (C); Smith, Davidson; Geibel, Reinke; Kretzschmar, Saffran – Kirk, Fontaine, Ronning; Hördler, Eder, Pföderl; Veilleux (A), Vikingstad, Krestan; Mik, Wiederer, Griva – Trainer: Éric Dubois
Tore
- 1:0 – 02:54 – Saarijärvi (Puljuvärji) – EQ
- 2:0 – 04:35 – Granlund (Le Coultre, Vesey) – EQ
- 2.1 – 18:20 – Fontaine (Pföderl, Kirk) – PP1
- 2:2 – 30:29 – Ronning (Wiederer, Wissmann) – EQ
- 3:2 – 39:48 – Manninen (Granlund, Saarijärvi) – EQ
- 4:2 – 48:42 – Granlund (Vesey, N. Müller) – EQ
- 5:2 – 53:05 – Vesey (Puljuvärji, Manninen) – PP1
- 6:2 – 57:07 – Rod (Puljuvärji) – EN
Strafen
- Genève-Servette HC: 6 (2, 4, 0) Minuten – Eisbären Berlin: 8 (2, 4, 2) Minuten
Schiedsrichter
- Michael Tscherrig, Loic Ruprecht (Aurèlien Urfer, Michael Stalder)