Eine Nachricht von Peter John Lee

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24.01.2019

Eine Nachricht von Peter John Lee

Lieber Eisbären-Dauerkarteninhaberin, lieber Eisbären-Dauerkarteninhaber,

 

die Saison 2018/19 ist in vollem Gange. Nach 41 gespielten Partien stehen die Eisbären nach 19 Siegen und 22 Niederlagen mit 53 Punkten auf Rang neun der DEL-Tabelle. Damit sind wir 16 Punkte von unserem Saisonziel für die Hauptrunde, dem Erreichen eines Platzes unter den vierten Teams, entfernt. Ich möchte deshalb an dieser Stelle gerne einmal meine aktuellen Gedanken mit Euch, einem der wichtigsten Teile unserer Eisbären-Familie, teilen.

 

Wie Ihr Euch alle noch erinnern könnt, lief die vergangene Saison richtig gut. Wir hatten uns mit dem zweiten Platz nach der Hauptrunde direkt für die Champions Hockey League qualifiziert und EHC Red Bull München in durchaus denkwürdigen Playoffs bis ins siebte Spiel gezwungen. Es fehlte nicht viel zum ersten Meistertitel seit 2013. Überhaupt, nach dem Trainerwechsel 2013, haben wir zwar unser ultimatives Ziel, eine erneute Meisterschaft zu gewinnen verfehlt, aber wir hatten immer spannende Saisons und erzielten mehrere gute Ergebnisse. Zweimal gelang die CHL-Qualifikation, in den Playoffs arbeiteten wir uns von der 1. Playoff-Runde (2014, 2015), über das Viertel- und Halbfinale (2016, 2017) bis ins Finale vor. Insgesamt spielten wir 45 Playoff-Spiele in diesen fünf Saisons und 26 Champions Hockey League-Matches.

 

Die Entwicklung der vergangenen Jahre war also insgesamt positiv. Schauen wir auf die Gegenwart. Warum haben wir in dieser Saison mehr Spiele verloren als gewonnen? Natürlich war es unser Plan, die Mannschaft auch in dieser Spielzeit weiter zu entwickeln. Wir bauten darauf, den Kern des erfolgreichen Teams aus der vergangenen Saison punktuell zu verstärken. Wir stellten das Team darüber hinaus breiter auf. Wir glaubten daran, dass wir mit Clément Jodoin genau den richtigen Trainer dafür gefunden hatten und mit ihm in die gleiche Richtung gehen würden. Leider hat dies nicht geklappt. Eine Reihe von Gründen ließ uns Mitte Dezember zu dem Entschluss kommen, die Spielzeit 2018/19 ohne Clément fort zu setzen.

 

Der Hauptgrund allerdings, und ich möchte das hier einfach so nüchtern wie möglich darstellen, ist ein anderer. Es geht hier nicht um Entschuldigungen oder Ausreden als vielmehr um Fakten. Über die gesamte Saison fehlten uns bis zum heutigen Tag durchschnittlich sechs eingeplante Spieler pro Spiel. Bis zum spielfreien Wochenende im Februar wird sich diese Zahl, auf sieben verletzungsbedingte Ausfälle pro Spiel erhöhen. Kein Team dieser Liga kann das Fehlen von Spielern wie James Sheppard, André Rankel, Mark Olver, Thomas Oppenheimer, Florian Kettemer, Kai Wissmann und Marvin Cüpper, der als Torhüter Nummer 1 eingeplant war, auf Dauer kompensieren. Kein Team der DEL hat so viele Verletzte in dieser Saison gehabt. Bei uns verpassten die Spieler doppelt so viele Spiele, wie beim Team mit den zweitmeisten Ausfällen, dem EHC Red Bull München. Natürlich hatten wir uns vor der Saison breiter aufgestellt und können so durch den Einsatz von Maximilian Franzreb, Charlie Jahnke, Vincent Hessler oder Maximilian Adam einige Lücken schließen. Hinzu kommen ja auch Cedric Schiemenz, Nino Kinder und Eric Mik, die erstmals DEL-Luft schnuppern durften. Allerdings können wir von diesen Jungs zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwarten, die Lücken zu schließen, sondern sollten ihnen vielmehr ein wenig Zeit für ihre Entwicklung geben.

Es steht zudem außer Frage, dass einige unserer erfahrenen Spieler in dieser Saison die Rollen, die für sie vorgesehen waren, noch nicht erfüllen konnten.

 

Eines möchte ich jedoch noch mal klarstellen. Die Verletztensituation ist zwar der Hauptgrund, nicht aber der alleinige Grund für das bisherige Nichterreichen unseres Saisonziels. Deswegen analysieren wir schon die jetzige  Spielzeit und bereiten die neue vor. Diese Saison werden wir aber keinesfalls einfach abhaken. Wir werden die restlichen Partien mit Kampf um jeden Zentimeter Eisfläche und Einsatz über die vollen 60 Minuten angehen. Wir wollen unbedingt die Playoffs erreichen, das sind wir den besten Fans der Liga schuldig. Ihr Eisbären-Fans seid einfach etwas Besonderes. Ihr unterstützt uns in der Arena auch nach fünf Niederlagen hintereinander, bei Auswärtsspielen haben wir die meisten Fans in allen Stadien vor Ort. Gerade die letzten Spiele in Krefeld und Wolfsburg wurden dominiert von unglaublichem Fansupport von Euch. Uns allen ist das bewusst. Wir alle schätzen das und auch deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an einer Zukunftslösung für den Fanbogen. Uns geht es darum, die einmalige Fankultur der Eisbären zu erhalten.

 

Wir danken Euch für die Unterstützung, die Geduld und das Vertrauen. Wer mehr zu den sportlichen Themen erfahren möchte, sollte sich für unsere Präsentation beim Dauerkartenfest am 2. März 2019 anmelden (eine Anmeldung zur Teilnahme am Dauerkartenfest ist natürlich nicht notwendig). Dort werden wir noch etwas genauer darauf eingehen, wo es bei den Eisbären 2018/19 hakte und wie wir die Zukunft angehen werden. Natürlich halten wir Euch auch an anderer Stelle auf dem Laufenden.

 

Auf geht’s Eisbären!

Peter John Lee

Geschäftsführer Eisbären Berlin

 

 

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