Interview zum Playoff-Start
Interview zum Start in die Playoffs 2026
Am Dienstag starten die Eisbären Berlin in die Playoffs 2026. Im Viertelfinale kommt es erneut zum Aufeinandertreffen mit den Straubing Tigers. Nachdem die Eisbären-Profis zunächst noch ein paar freie Tage genossen, starteten sie am Donnerstag wieder mit dem Eistraining und der unmittelbaren Vorbereitung auf das Duell mit den Niederbayern. Verteidiger Eric Mik blickt mit uns gemeinsam auf die bevorstehenden Playoffs.
Vielen Dank für deine Zeit, Eric. Nach dem letzten Spiel der Hauptrunde hattet ihr ein paar Tage trainingsfrei. Wie hast du die Tage verbracht?
Ich habe nichts Besonderes gemacht und mich nur etwas erholt. Jetzt startet die intensive Zeit. Da habe ich versucht, noch einmal abzuschalten und die Zeit mit meiner Familie und Freunden verbracht.
Unsere Saison glich ein wenig einer Achterbahnfahrt. Am Ende der Hauptrunde steht nun Platz sechs. Wie zufrieden bist du mit der regulären Saison?
Unter den gegebenen Umständen und mit dem Endspurt, den wir hingelegt haben, bin ich sehr zufrieden. Wir sind sehr froh, dass wir nicht die 1. Playoff-Runde spielen mussten und direkt ins Viertelfinale eingezogen sind. Jetzt beginnt wieder alles bei null.
Gefühlt folgte in den letzten Monaten eine Hiobsbotschaft der anderen. Hast du dir manchmal gedacht, das kann doch alles nicht mehr wahr sein?
Natürlich, das hat man gefühlt die gesamte Saison gedacht. Beim Blick auf die Verletztenliste hat man sich nur gefragt, was hier eigentlich los ist. Es wurden ja nie weniger, sondern gefühlt immer mehr. Man hat aber gesehen, dass wir einen breiten Kader haben, der das auffangen konnte. So konnten wir trotzdem immer ein gutes Line Up aufs Eis bringen.
Wie zufrieden bist du mit deiner persönlichen Leistung? Du hast einen neuen persönlichen Punkterekord aufgestellt.
Das ist natürlich schön und gut. Am Ende des Tages ist mir aber wichtiger, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Das ist jetzt auch unser Ziel für die Playoffs.
Zum Abschluss der Hinrunde konnten wir fünf Siege in Serie verbuchen. Inwiefern war das auch eine Art Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz?
Natürlich war das ein sehr gutes Zeichen. Wir haben in diesen Partien stark gespielt und uns gut verkauft. Wir wollen allen zeigen, dass mit uns zu rechnen ist. Egal, was alles passiert ist und wie viele Verletzte wir hatten. Wir haben ein starkes Team. Das haben wir in den letzten Spielen auch bewiesen.
Wie groß ist die Vorfreude, dass es nun endlich losgeht mit den richtig wichtigen Spielen?
Die Vorfreude ist riesig. Wir sind alle heiß auf die Playoffs.
Verändert sich dein Mindset noch einmal, wenn es in die Playoffs geht?
Ja klar, das passiert automatisch. In den Playoffs ist es deutlich intensiver als in der Hauptrunde. Man ist einen Schritt näher am Gegner, spielt noch körperbetonter und bringt möglichst alles zum Tor. Es gilt, die eigenen Fehler noch einmal zu minimieren und die der Gegner direkt auszunutzen.
Helfen Routinen dabei, in den Playoffs nicht zu überdrehen und welche Routinen oder Rituale hast du?
Die Routinen bleiben eigentlich die gleichen. Davon zerrt man ja auch im Laufe der Karriere ein bisschen. Wenn es gut läuft, belässt du es ja auch bei deinen Abläufen, um sich auf diese zu verlassen. Ich habe eigentlich wenig Rituale. Mein Warm Up läuft immer möglichst gleich ab. Einen Playoff-Bart muss ich mir auch nicht extra wachsen lassen, den habe ich ja bereits.
Wir haben einen tiefen Kader. Ist das in den Playoffs noch einmal wichtiger als sonst schon?
Zu 100 %! So haben die Trainer die Möglichkeit zu rotieren, sollten einmal Spieler angeschlagen sein, oder aus einem anderen Grund nicht spielen können. Daher ist es sehr wichtig, eine Tiefe im Kader zu haben.
Wie bereits in den letzten beiden Jahren geht’s nun im Viertelfinale gegen Straubing. Welche Erwartungen hast du an die Serie?
Ja, wir haben in den letzten Jahren ja bereits in den Playoffs gegen Tigers gespielt. Ich erwarte auch dieses Mal wieder eine sehr gute und enge Serie. Straubing hat eine sehr gute Hauptrunde gespielt. Sie sind eine starke Mannschaft und sind zu Recht Dritter geworden. Wir wollen aber natürlich gewinnen und ins Halbfinale einziehen.
Es heißt immer, die Playoffs sind eine „neue Saison“. Streicht man die Ergebnisse aus der Hauptrunde wirklich immer komplett? Oder hat man sogar eher im Hinterkopf, „die haben wir in den letzten Jahren in den Playoffs auch immer geschlagen“.
Die letzten Jahre spielen keine Rolle mehr. Jede Serie ist neu. Die Serien der letzten Saisons sind zwar schlussendlich relativ deutlich ausgegangen, die einzelnen Ergebnisse der Partien waren aber sehr knapp. Einmal ging es ja sogar in die dritte Overtime.
Gibt es ein bestimmtes Playoff-Erlebnis, das dir besonders im Kopf geblieben ist?
Das sind natürlich die gewonnenen Meisterschaften. Der erste Titel ist immer etwas Spezielles. Aber auch die letzte Meisterschaft war selbstverständlich sehr besonders. Den Weg zu einer Meisterschaft vergisst man nie wieder.
Was wird für uns der Schlüssel zum Erfolg in den diesjährigen Playoffs und in der Serie gegen Straubing sein?
Es wird auf eine solide Defensive ankommen. Wir müssen unser Spiel und System durchziehen, unsere eigenen Fehler minimieren und die eigenen Chancen nutzen.
Dann wünschen wir dir und der Mannschaft viel Erfolg. Noch einmal vielen Dank für deine Zeit.