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Charlie Jahnke im Portrait: Die Zukunft ist jetzt.

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08.01.2019

Die Zukunft ist jetzt.

Authentisch, sympathisch und immer für einen Spaß zu haben. Kurz: Charlie Jahnke. Der 20-Jährige ist einer der Hoffnungsträger für die Zukunft der Eisbären Berlin, sorgt aber auch jetzt schon für Furore. Deshalb haben wir ihn mal etwas genauer unter die Lupe genommen. 

 

Zwischen Spree und Lausitz

 

Charlie Jahnke zählt neben Vincent Hessler, Maximilian Adam, Kai Wissmann, Eric Mik, Tobias Ancicka und Maximilian Franzreb zu denjenigen aktiven Eisbären-Talenten, die in Genuss der Förderlizenz kommen. Diese ermöglicht es ihnen, sofern sie unter 24 sind, für eine andere Mannschaft in der Oberliga oder DEL2 aufzulaufen. Dadurch soll die optimale Entwicklung und Förderung des Spielers gewährleistet werden. Auf der anderen Seite profitiert der Kooperationspartner im Ligabetrieb von einem Spieler mit großem Potenzial, welcher nach angesammelter Spielpraxis umso wertvoller für den Lizenzgeber (DEL-Club) wird. Die Eisbären Berlin arbeiten in dieser Hinsicht mit den Crocodiles Hamburg (Oberliga) und Lausitzer Füchsen (DEL2) zusammen.

 

Charlie Jahnke ist in dieser Saison neben dem DEL-Rekordmeister auch beim Zweitligisten aus Weißwasser unter Vertrag. Bei den Füchsen, die auf den oberen Tabellenplätzen des Unterhauses zu finden sind, kommt Charlie in 18 absolvierten Partien auf fünf Tore und 15 Vorlagen. In der Deutschen Eishockey Liga hingegen stehen nach 106 Eiszeitminuten in 17 Spielen zwei Assists zu Buche. Eine ziemlich ausgeglichene Anzahl an bestrittenen Spielen. Das heißt ein ständiges Hin und Her. Von der Hauptstadt südöstlich in Richtung polnische Grenze und dann wieder zurück. Aber daran ist im Umkehrschluss natürlich auch zu erkennen, dass die Förderlizenz Jahnkes eine gute Investition war. 

 

Die vielen Verletzungen der Eisbären zu Beginn dieser Saison eröffneten dem Youngster bereits früh die Möglichkeit, in der DEL zum Zuge zu kommen. Weiterführend war auch Ex-Coach Clément Jodoin ein ausschlaggebender Faktor für die Entwicklung der Talente. Der 66-Jährige beorderte die jungen Spieler nicht nur zum Auffüllen des Kaders, sondern schenkte ihnen Vertrauen und stärkte ihnen den Rücken. Jodoin betonte in zahlreichen Pressekonferenzen die harte Arbeit und positive Entwicklung, die Jahnke und Co. Woche für Woche machten.

 

Der optimale Weg

 

Junge Spieler aus den eigenen Reihen sind für die DEL-Clubs äußerst wertvoll. Nicht nur zur Sicherung der zukünftigen Leistungsfähigkeit, sondern auch als Aushängeschild für die Nachwuchsarbeit des Vereins. Charlie Jahnke ist ein Paradebeispiel und ging den aus Vereinssicht optimalen Weg eines Nachwuchsspielers. Jahnke ist ein echter Berliner – und das seit dem Valentinstag 1998. Der nun 20-Jährige fand dann im Jahr 2004 zum Eishockey. 

 

„Meine Cousinen, die Eisbären-Fans sind, haben mich damals zum Spiel mitgenommen. Dann bin ich auch mal mit meinen Eltern zu einem Spiel gegangen. Im Alter von sechs Jahren stand ich dann zum ersten Mal in der Laufschule auf dem Eis.“

 

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Der Linksschütze blieb den Eisbären Juniors fortan treu und durchschritt sämtliche Stationen der Eisbären-Talentschmiede. Für die meisten jungen Talente sind die Jahre in der U19 richtungsweisend, es ist der letzte Zwischenschritt vor dem Profi-/Amateurbereich. In seinen insgesamt vier Saisons in der Deutschen Nachwuchsliga, kurz DNL, war Charlie Jahnke ein Leistungsträger der Berliner DNL-Mannschaft und punktete am laufenden Band. Insgesamt 144 Punkte (45 Tore, 99 Assists) stehen nach nur 115 gespielten Partien auf dem Konto von Jahnke. So eine Leistung blieb natürlich nicht unbemerkt und so schaffte Charlie schließlich den Schritt zu den Profis. 

 

„In meinem zweiten DNL-Jahr hatte ich den Durchbruch, da lief auf einmal alles. Ich habe ein sehr gutes Jahr gespielt und dann 2016 meinen ersten Profivertrag unterschrieben.“

 

Dass das von dem einen auf den anderen Moment so schnell gehen würde, hätte Charlie selbst nicht gedacht. „Umso glücklicher und stolzer war ich natürlich. Es war ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Das wollte ich schon seit ich klein war.“

 

Anders als sein langjähriger Teamkollege Leon Gawanke, die sich beide für die Option Nordamerika entschieden und nun in der Quebec Major Junior Hockey League gegeneinander antreten, blieb Charlie Jahnke seiner Heimat erhalten.

 

„Ich wollte ursprünglich auch nach Nordamerika gehen, doch es gab leider kein konkretes Interesse von einem der Top-Teams drüben. Außerdem wäre das Ganze dann noch in Konfrontation mit der Schule gekommen. Ich wollte lieber erstmal mein Abitur sicher haben.“ 

 

Jahnke blieb bei den Eisbären und brachte erstmal souverän seine Schule zuende. Eine sehr vernünftige Entscheidung. Viele angehende Profisportler verlassen sich auf ihren Traumjob Eishockeyprofi, doch für den 20-Jährigen war immer klar: „Schule hat Vorrang.“

 

Mit seinen bärenstarken Leistungen verdiente sich Jahnke sogar die Nominierung für den DEB-Kader und durfte bei insgesamt drei Junioren-Weltmeisterschaften für die deutsche U18/U20-Mannschaft stürmen. Mit zwölf Scorer-Punkten in den drei Turnieren leistete Jahnke einen wesentlichen Beitrag zum Gewinn von zwei Silbermedaillen sowie einer bronzenen. Das große Highlight seiner noch jungen Karriere war jedoch ein anderes.

 

„Das heimische DNL-Endturnier 2016 im Wellblechpalast war bisher der schönste Moment in meiner Laufbahn. Wir sind ganz knapp im Finale an Mannheim gescheitert und Vizemeister geworden. Natürlich war auch jeder einzelne Einsatz für die Nationalmannschaft ein Highlight. Ich hatte das Glück, eine U18- und zwei U20-Weltmeisterschaften zu spielen. Auch, wenn wir den Aufstieg nicht geschafft haben, war es immer eine schöne Zeit und Erfahrung.“

 

Das große Warten

 

Seit der Saison 2016/17 ist er bei den Eisbären Berlin unter Vertrag, in 38 Spielen war er schon dabei. Eine Sache fehlt allerdings noch: das erste DEL-Tor. Bei seinem guten Freund und oftmaligen Sturmpartner Vincent Hessler hat es bereits am 26.10.2018 in Bremerhaven geklappt. Die Vorarbeit kam übrigens von Charlie selbst. Bei ihm hat es allerdings noch nicht sein sollen, es ist wie verhext. Zweimal bejubelte der Youngster bereits seinen ersten Treffer in der Deutschen Eishockey Liga, jedoch wurde keiner auf sein Konto gebucht. Nach dem Spiel gegen Wolfsburg stellte Jahnke klar, dass sein Schuss noch von Martin Buchwieser abgefälscht wurde und strich sich somit selbst aus der Torschützenliste. Beim zweiten Pink in the Rink-Spiel gegen Nürnberg, wohlgemerkt zwei Tage nach dem ersten DEL-Tor von Vincent Hessler, versenkte Jahnke die Scheibe nach einem langen Pass von Hessler im Netz. Die 12.000 Fans in der Mercedes-Benz Arena sprangen mit einer enormen Euphorie auf, die Halle bebte – und der Schiedsrichter? Der ging zum Videobeweis und erklärte das Tor für ungültig. Aber Charlie nimmt das gelassen.

 

„So sehr quält mich das jetzt nicht. Ich probiere einfach weiter mein Bestes zu geben, irgendwann klappt es dann und der Knoten wird platzen. Es verfolgt mich aber nicht in die Träume. Klar ist es ärgerlich, aber man kann es nicht ändern.“

 

Die mysteriöse Frucht

 

So wie sich Charlie Jahnke im wirklichen Leben präsentiert, ist er auch auf den sozialen Medien unterwegs - authentisch, sympathisch und immer für einen Spaß zu haben. Ein Wort sticht einem aufmerksamen Follower jedoch schnell ins Auge: die Frucht. Was wir mit Apfel und Banane assoziieren ist für Charlie Jahnke „jeglicher Bums“ (also allesmögliche). 

 

„Letztes Jahr habe ich in den Playoffs nochmal für die DNL-Mannschaft gespielt und da habe ich das aufgeschnappt. Vor jedem Spiel hieß es: Auf geht’s Jungs, ziehen wir die Frucht. Das habe ich mir schnell angewöhnt und werde es nicht mehr los. Es ist allseits einsetzbar und bedeutet so ziemlich alles.“ 

 

Für den Rest der Saison hat sich Charlie Jahnke vorgenommen, den Mannschaften, ob Eisbären oder Füchse, mit seinen Fähigkeiten bestmöglich zu helfen. Und wir hoffen natürlich, um im Jargon zu bleiben, dass Charlie bald zum ersten Mal die Frucht in der DEL versenkt. 

 

Paul Heiber

 

 

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